Una cuestión

Para el pájaro en el vuelo solitario
corriendo contra las nubes:

—¿Si usted fue frenó por un solo disparo
será peor que volar solo?

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An die Sonne

 
Schöner als der beachtliche Mond und sein geadeltes Licht,
Schöner als die Sterne, die berühmten Orden der Nacht,
Viel schöner als der feurige Auftritt eines Kometen
Und zu weit Schönerem berufen als jedes andre Gestirn,
Weil dein und mein Leben jeden Tag an ihr hängt, ist die Sonne.

Schöne Sonne, die aufgeht, ihr Werk nicht vergessen hat
Und beendet, am schönsten im Sommer, wenn ein Tag
An den Küsten verdampft und ohne Kraft gespiegelt die Segel
Über dein Aug ziehn, bis du müde wirst und das letzte verkürzt.

Ohne die Sonne nimmt auch die Kunst wieder den Schleier,
Du erscheinst mir nicht mehr, und die See und der Sand,
Von Schatten gepeitscht, fliehen unter mein Lid.

Schönes Licht, das uns warm hält, bewahrt und wunderbar sorgt,
Dass ich wieder sehe und dass ich dich wiederseh!

Nichts Schönres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein …

Nichts Schönres als den Stab im Wasser zu sehn und den Vogel oben,
Der seinen Flug überlegt, und unten die Fische im Schwarm,
Gefärbt, geformt, in die Welt gekommen mit einer Sendung von Licht,
Und den Umkreis zu sehn, das Geviert eines Felds, das Tausendeck meines Lands
Und das Kleid, das du angetan hast. Und dein Kleid, glockig und blau!

Schönes Blau, in dem die Pfauen spazieren und sich verneigen,
Blau der Fernen, der Zonen des Glücks mit den Wettern für mein Gefühl,
Blauer Zufall am Horizont! Und meine begeisterten Augen
Weiten sich wieder und blinken und brennen sich wund.

Schöne Sonne, der vom Staub noch die größte Bewundrung gebührt,
Drum werde ich nicht wegen dem Mond und den Sternen und nicht,
Weil die Nacht mit Kometen prahlt und in mir einen Narren sucht,
Sondern deinetwegen und bald endlos und wie um nichts sonst
Klage führen über den unabwendbaren Verlust meiner Augen.

 
 
—Bachmann, Ingeborg Bachmann: An die Sonne

Kenner

 
(Schöne Künste) Diesen Namen verdient in jeden Zweig der schönen Künste, der, welcher die Werke der Kunst nach ihrem innerlichen Wert zu beurteilen und die verschiedenen Grade ihrer Vollkommenheit zu schätzen im Stand ist. Der Kenner steht zwischen dem Künstler und dem Liebhaber in der Mitte. Jener muss das Mechanische der Kunst verstehen und auch die Ausführung desselben in seiner Gewalt haben; dieser empfindet nur die Wirkung der Kunst, indem er ein Wohlgefallen an ihren Werken hat und nach dem Genuß derselben begierig ist. Alle drei urteilen über die Kunstwerke, aber auf sehr verschiedene Weise. Der Künstler, wenn er nicht zugleich ein Kenner ist und er ist es nicht allemal, beurteilt das Mechanische, das, was eigentlich der Kunst allein zugehört; er entscheidet, wie gut oder schlecht, wie glücklich oder unglücklich der Künstler dargestellt hat, was er hat darstellen wollen und in wie fern er die Regeln der Kunst beobachtet hat.

 
 
— Sulzer, Johann Georg: Allgemeine Theorie der Schönen Künste, (1771)

Stücke auf Kunst

 
Die Begründung der schönen Künste und die Einsetzung ihrer verschiedenen Typen geht auf eine Zeit zurück, die sich eingreifend von der unsrigen unterschied, und auf Menschen, deren Macht über die Dinge und die Verhältnisse verschwindend im Vergleich zu der unsrigen war. Der erstaunliche Zuwachs aber, den unsere Mittel in ihrer Anpassungsfähigkeit und ihrer Präzision erfahren haben, stellt uns in naher Zukunft die eingreifendsten Veränderungen in der antiken Industrie des Schönen in Aussicht. In allen Künsten gibt es einen physischen Teil, der nicht länger so betrachtet und so behandelt werden kann wie vordem; er kann sich nicht länger den Einwirkungen der modernen Wissenschaft und der modernen Praxis entziehen. Weder die Materie, noch der Raum, noch die Zeit sind seit zwanzig Jahren, was sie seit jeher gewesen sind. Man muß sich darauf gefaßt machen, daß so große Neuerungen die gesamte Technik der Künste verändern, dadurch die Invention selbst beeinflussen und schießlich vielleicht dazu gelangen werden, den Begriff der Kunst selbst auf die zauberhafteste Art zu verändern.

 
 

—Válery, Paul: Pièces sur l’art. Paris [o. J.], p. 103/104 (» La conquête de l’ubiquité «).

El bosque

 
Parece que nunca me esperas, pero seguimos reuniéndonos al final de cada página. Escondido detrás de cada párrafo, al pie de cada hoja, cerca de cada coma, en cada punto … allí estás. Es como si hubiera sido solo tú y yo en todo este bosque. Es como siempre fuiste tú y yo en toda esta exuberante vegetación; verde y lleno de vida. Allí estás, en la fértil capa orgánica de tierra y detritos del suelo del bosque; arriba en la fronda; a cada curva y cada esquina. Parece que nunca me esperas, pero aquí estás, en las esquinas de mi sonrisa.

 
 
—Acosta, N. Joaquín

¿Cómo puedo verme a mí mismo …?

 
¿Cómo puedo verme a mí mismo, eternamente, como cualquier cosa menos una persona ridícula? Un alma solitaria, errante. Siempre seré el artista inquieto y frustrado; la persona siempre en busca del absoluto, siempre alcanzando lo inalcanzable. A través de la pobreza de mi arte, he tomado conciencia de mi propia eternidad. Y aun después de dejar de lado la duda, sigo siendo consciente de que nadie dará testimonio de los sufrimientos que tan gentilmente he compartido con el mundo.

 
 
— Acosta, N. Joaquín